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Geschichte
Die Tradition der Mönchszüge geht zurück bis in das Jahr 1851. Damals gestaltete der Zittauer Sängerverein "Liederkranz" den Zug ehemaliger Cölestinermönche im einstigen Kloster auf dem Oybin nach.
Die Kleidung der Cölestiner auf dem Oybin bestand aus einem weißen Unterkleid, darüber ein schwarzes Skapulier mit dem weißen Sulmonakreuz, zusammengehalten mit einem weißen Seil, dem schwarzen Schultertuch, der weißen Kappe, einer schwarzen Kapuze und Sandalen.

Mönche 1
Mönche 2

Kaiser Karl IV. bot Cölestinermönchen den Oybin zum Bau eines Klosters an. 1366 wurde mit dem Bau begonnen. Es wird angenommen, dass entweder Peter Parler von Gmünd, der Baumeister des Veitsdomes in Prag, oder sein Vorgänger Matthias von Arras die Baupläne entworfen haben. Steinmetzzeichen verweisen eindeutig auf die Prager Dombauhütte. Der Bau der Kirche währte 18 Jahre, bis sie von dem Prager Erzbischof geweiht werden konnte. Wie alle Cölestinerkirchen war sie dem Heiligen Geist, der hl. Maria, dem hl. Wenzel und dem hl. Petrus (Papst Cölestin V.) geweiht. Deshalb besaß die Klosterkirche neben dem Hauptschiff noch drei Kapellen an der Nordseite, dazu die als Wenzelskapelle geweihte Sakristei. Das Kirchenschiff ist 30 m lang und 22 m hoch. Bis zum Jahre 1547 lebten die Cölestiner in dem Kloster. Der letzte Oybiner Cölestinermönch starb 1568 in Zittau. 1577 verursachte Blitzschlag einen Brand im Burg- und Klosterbereich, der eine Woche anhielt und großen Schaden verursachte.

1851, in einer von romantischen Empfindungen geprägten Zeit, rückten die Ruinen der gotischen Klosterkirche und der Burganlage aus dem 13. Und 14. Jahrhundert wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Die Mitglieder des Zittauer Gesangsvereins "Liederkranz" gestalteten den Zug der Mönche nach und zogen singend über den Bergfriedhof in die Klosterruine. Doch erst 1883 wurde anläßlich einer Tagung des "Sächsischen Lehrerverbandes" der Mönchszug bei Fackelschein und bengalischer Beleuchtung wiederholt. Es folgten nahezu regelmäßige Veranstaltungen. In einem Zeitungsbericht von 1907 ist vom "Großen Mönchszug nebst feenhafter Ruinenbeleuchtung" und einem "Großen Extrakonzert mit dem gesamten Zittauer Stadtorchester" die Rede. Nach dem ersten Weltkrieg und bis in die dreißiger Jahre fanden Mönchszüge zusammen mit effektvoller Beleuchtung der Burg- und Klosterruine statt. Die Besucher kamen sogar mit Sonderzügen der Schmalspurbahn. Der Veranstalter war damals der Oybiner Männergesangsverein; der Lehrer Johannes Magister wirkte entscheidend mit.

Mönche 3

 

 

Nach einer Pause in der Kriegs- und Nachkriegszeit begann 1972 mit den ersten "Klassischen Konzerten" in stereophoner Technik von Dr. Illgen ein neuer Abschnitt. 1973 wurde unter Beteiligung von Studenten und Mitgliedern des Dorfklubs das Kloster als Konzertsaal ausgebaut. Zur Eröffnung sang der "Männerchor Oberseifersdorf". Im September 1981 fand zur 725-Jahr-Feier von Oybin ein Mönchszug statt und danach ab Mai 1982 regelmäßig. 1990 wurde der Verein "Historische Mönchszüge Berg Oybin e. V." gegründet.
Im Jahre 2001 konnten die Mitglieder des Mönchzuges auf eine 150 Jahre alte Tradition zurückblicken.

Ablauf der Veranstaltung
Das Programm beginnt 1,5 Stunden vor dem Mönchszug mit einem Orgelkonzert in der Klosterruine. Wenn ein Glöckchen erklingt, kommen die Mönche singend vom Berg herab. Es wird auf dem Plateau am Friedhof gesungen, dann geht der Zug in die Klosterruine, Kirchenglocken läuten. Nach dem Gesang im ehemaligen Kloster verlassen die Mönche die Ruine wieder.
Außerdem finden zwischen Mai und Oktober "Phonokonzerte in der Klosterruine" und "Sagenumwobene und historische Bergführungen" sowie "Ausflüge in die Romantik" statt. Am Fuße des Berges Oybin werden Rittertuniere bestritten.

Kontakt über 03583/684187 mit Dr.-Ing. Siegfried Illgen - 02763 Zittau, Dr.-Sommer-Straße 8.

Bitte beachten Sie den Veranstaltungs-Kalender